Was nicht passt wird passend gemacht

Werkzeug
Wie sehr können wir unsere Persönlichkeit verändern?

Zähne zusammen und durch. Das Leben ist kein Ponyhof. Man muss sich immer irgendwie anpassen. Da musste ich auch durch. Wenn erst (das Studium beendet ist/das Unternehmen die Startschwierigkeiten hinter sich hat/die Kinder aus dem Haus sind - bitte beliebig ergänzen), dann wird es besser. Wird es?

Nur was wehtut ist etwas wert

Diese Überzeugung sitzt bei vielen von uns tief. Von klein auf wird uns schließlich erzählt, dass man sich anstrengen muss, arbeiten muss, leiden muss, um am Ende belohnt zu werden. Religionen existieren auf dieser Grundlage: Leide jetzt, dann wirst du (vielleicht, irgendwann) später belohnt. Im Umkehrschluss führt das dazu, dass wir bei Dingen, die uns Spaß machen, häufig ein latent schlechtes Gewissen haben. Wenn es gar die Arbeit ist, die Spaß macht, dann kann das keine richtige Arbeit sein. Also studieren wir am Ende doch BWL oder Jura oder machen eine kaufmännische Ausbildung, anstatt einen Weg einzuschlagen, der sich allein schon dadurch verdächtig macht dass wir ihn gerne gehen würden.

Noch angepasst oder schon verbogen?

Die Persönlichkeit eines Menschen setzt sich ungefähr zur Hälfte aus genetischen Prädispositionen und aus der individuellen Lern- und Sozialisationsgeschichte zusammen. Je älter wir werden, desto stabiler sind wir in unseren Persönlichkeitseigenschaften. Das wirft die Frage auf, inwieweit wir uns in unserer Persönlichkeit ändern, also an die Umstände wie z.B. den Job anpassen können. Viele von uns investieren genau dafür eine Menge Energie und reiben sich in Jobs oder Beziehungskonstellationen auf, die ihrer Persönlichkeitsstruktur überhaupt nicht entsprechen. Eine gewisse Anpassungsfähigkeit benötigen wir alle, um gut durch Beruf und Privatleben zu kommen - verbiegen wir uns aber über ein gesundes Maß hinaus, frisst diese Leistung so viel mentale Energie, dass uns diese dann zur erfolgreichen Bewältigung unserer Arbeit fehlt. In der Konsequenz nimmt unsere Leistungsfähigkeit ab, die Arbeitsergebnisse verschlechtern sich, unser Selbstwertgefühl sinkt, und noch weniger Energie steht uns zur Verfügung. Idealerweise fragen wir uns also früh genug, ob unsere Persönlichkeit und unser Job zueinander passen.

Was willst du später mal werden? Chef!

Ein gutes Beispiel ist die oftmals angestrebte Karriere als Führungskraft. Häufig wird beruflicher Erfolg daran gemessen, wieviele Leute man "unter sich" hat. Viele Menschen verfolgen daher das Karriereziel "Führungskraft", ohne sich zu fragen was diese Tätigkeit konkret beinhaltet und ob sie das wirklich wollen und können. Sie wollen sich selbst und ihrer Umwelt einen erkennbaren Erfolg präsentieren. Wenn es dann zu Problemen kommt, sind sie zunächst hilflos. Die Folgen sind dann häufig Führungskräfte-Coachings, Kommunikationstrainings und Seminare zum Konfliktmanagement. Das ist dann so, als würde man einem Auto mit Motorschaden eine neue Lackierung verpassen. Doch sich tatsächlich die Frage zu stellen, ob der vor Jahren eingeschlagene Berufsweg der richtige war erfordert viel Mut - was, wenn die Antwort "Nein" lautet? 

Mit 40 noch einmal neu anfangen?

Gerade wenn wir schon viel Zeit in eine Karriere investiert haben, sträuben wir uns gegen einen Neuanfang. Verständlich - schließlich gibt eine festgelegte Karriere viel Sicherheit, und nicht alle halten das Chaos aus, das auf sie wartet, wenn sie noch einmal bei Null anfangen. Die meisten Menschen reagieren auf (berufliche) Unsicherheit nervös, und Angst macht es noch schwieriger, sich in einer solchen Situation konstruktiv zu fragen: Was kann ich? Was will ich? Und vor allem: Wie komme ich dorthin? Viele brauchen einen Anlass von außen, der zum Bruch mit dem bisherigen Job führt, etwa eine Kündigung durch den Arbeitgeber oder eine Änderung der persönlichen Lebensumstände. Im Rückblick kann ein solches Erlebnis als Auslöser dienen, der uns aus dem Arbeitstrott herausreißt, weil es uns dazu zwingt, unser Leben und damit auch unseren Beruf infrage zu stellen. Die Frage sollte also nicht lauten: "Mit 40 noch einmal neu anfangen?", sondern: "Will ich mich den Rest meines Lebens damit abfinden, gegen meine Persönlichkeit zu leben?" Die Kunst ist, sich selbst so gut kennenzulernen und die eigenen Stärken so realistisch einzuschätzen, dass man einen wirklich passenden Beruf auswählt. Dann muss auch nichts mehr passend gemacht werden. Powerhouse Coaching begleitet Sie auf diesem Weg - vereinbaren Sie am besten direkt einen Termin zum unverbindlichen Erstgepräch!

Jetzt starten!

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.