Präfrontaler Cortex, übernehmen Sie!

Grafische Darstellung Gehirn
Wir haben einen eingebauten Stopp-Schalter

In brenzligen Situationen hing unser Leben schon vor vielen tausend Jahren davon ab, diese extrem schnell einzuschätzen und entsprechend zu reagieren. Die Informationsaufnahme und -verarbeitung funktionierte dabei schnell, aber nicht detailliert. Und die möglichen Reaktionen waren begrenzt: Kampf, Flucht oder Totstellen. Dieses Programm läuft bei uns immer noch genauso wie vor 5000 Jahren. Aber es gibt ein update: Unser präfrontaler Cortex ist in der Lage, die ursprünglichen Reaktionen herunterzuregeln. Wenn wir ihn trainieren.

Huch, ein Säbelzahntiger!

Wenn wir bei einem solchen Anblick erst lange überlegt hätten, was jetzt wohl am besten zu tun wäre, gäbe es uns heute nicht mehr. In solchen Momenten waren wir "auf Amygdala": die kleinen "Mandelkerne" leiteten direkt eine ängstliche, impulsive Reaktion ein, nämlich die Flucht. Nun sehen unsere Stresssituationen in der heutigen Zeit etwas anders aus. Wenn wir bei einer kritischen Anmerkung des Chefs beispielsweise nur aus den Optionen Kampf, Flucht oder Totstellen wählen könnten, müssten wir uns alle zwei Wochen einen neuen Job suchen.

 

Glücklicherweise besteht unser Hirn nicht nur aus dem limbischen System, welches für die lebensnotwendige Ersteinschätzung von äußeren Reizen zuständig ist, sondern auch aus anderen Teilen. Der Schalter, der die Aufregung der Amygdala dämpfen kann, liegt in den Präfrontallappen direkt hinter der Stirn. Der präfrontale Cortex wird immer dann aktiv, wenn jemand Angst oder Wut empfindet und versucht, diese Emotionen erfolgreich zu zügeln. Dadurch wird es ermöglicht, effektiv auf die vorhandene Situation zu reagieren oder eine Situation neu zu bewerten.

 

Der präfrontale Cortex ist damit eine Art "Emotions-Manager". Wird er aktiviert, ermöglicht er uns eine analytischere oder angemessenere Reaktion auf unsere emotionalen Impulse, indem er die Amygdala und die anderen limbischen Bereiche dämpft. Im Idealfall beherrscht er unsere Emotionen von Anfang an. Wird eine Emotion ausgelöst, analysiert er sogleich alle erdenklichen Reaktionen und entscheidet sich für die am besten geeignete. Dieser Ablauf ist der Normalfall. In emotionalen Krisen jedoch wird dieser Normalfall durchbrochen. 

Wenn der Schalter kaputt ist

Befinden wir uns in einer akuten oder chronischen Stresssituation, haben wir irgendwann keine Kraft mehr, den Schalter zu drücken. Das kann zum Beispiel nach kritischen Ereignissen wie dem Verlust des Arbeitsplatzes oder einem Verkehrsunfall der Fall sein, aber auch, wenn wir monate- oder jahrelang Stress im Berufs- oder Privatleben erfahren. Diese als negativ und stressig empfundenen Reize sind so stark, dass das limbische System hier die Oberhand behält und wir eben nicht mehr in der Lage sind, uns durch den Einsatz unseren präfrontalen Cortex in eine rational handlungsfähige Position zu bringen.

 

In schlimmen Fällen werden wir aggressiv und beginnen (Rechts-)Streitigkeiten, die sich lange hinziehen. Manche Menschen haben die Angewohnheit, diese stressigen Situationen durch Flucht zu lösen, was sich in zahllosen Umzügen und Jobwechseln manifestiert oder in häufig wechselnden Lebenspartnern. Wenn es ganz schlimm wird, kommt es zum Zusammenbruch. Spätestens jetzt ist professionelle Hilfe angebracht. Besser ist es, Sie werden bereits aktiv bevor es soweit kommt. Mit Powerhouse Coaching trainieren Sie Ihren präfrontalen Cortex, sodass Sie diesen auch und gerade in Stresssituationen einsetzen können.

Straßenbau im Hirn

"Nerves that fire together wire together" - das bedeutet, dass häufig benutzte Nervenbahnen im Gehirn dicke Stränge bilden, und kaum benutzte Nervenbahnen ihre Verbindungen lösen. Wenn wir also in einer Stressspirale stecken, dann hat unser Hirn für negative Empfindungen breite, gut ausgebaute Nerven-Autobahnen, für positive Empfindungen jedoch nur zugewucherte kleine Waldwege. Das ist doppelt unangenehm: Einerseits springt die Stressspirale selbst bei kleinen und eher unbedeutenden Ereignissen an, und wir fühlen uns genauso schlecht, als wäre etwas wirklich Schlimmes passiert. Andererseits entlocken uns positive Ereignisse höchstens ein müdes Lächeln und tragen nicht zu unserer mentalen Stärke bei.

 

Daher ist es wichtig, die Nervenverbindungen für positive Wahrnehmungen  zu stärken und diese wie einen Muskel zu trainieren. Dazu gibt es unterschiedliche Übungen, bei denen es darum geht, Ressourcen zu identifizieren und sich deren Wirkung zunutze zu machen. Unser Gehirn erhält so Zugriff auf etwas Schönes, um die kleinen, schwach entwickelten Nervenbahnen zu stärken. Auf diese Weise werden neue, positive Handlungssysteme aufgebaut, die in kritischen Situationen abgerufen werden können. Und das Gute daran ist: Das funktioniert immer. Unser Gehirn ist ein faszinierendes Organ mit unglaublichen Fähigkeiten, und mit regelmäßigem Training können wir mehr erreichen als wir denken. Probieren Sie es doch einmal aus - Powerhouse Coaching macht sich genau diese Funktionsweise unseres Hirns zunutze!

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